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A&D antworten: Mit den Kindern reden 👶

Angela & Dieter Ehrenreich

Schönen Mittwoch,

diese Woche wollen wir eine Frage beantworten, die uns nicht direkt per Mail erreicht hat, die aber im Verlauf von Beratungen immer wieder kommt:

„Was sollen wir unseren Kindern erzählen?“

Wir sind der Meinung, dass man hier unterscheiden sollte, ob es sich um erwachsene Kinder oder um kleinere Kinder handelt.

Auch die Kleineren bekommen schon mit, wenn es in der Beziehung der Eltern kriselt. Sie sind oft schon aufgewühlt, wenn die Eltern in ungewohntem Ausmaß diskutieren oder streiten und sie haben vor allem Sorge, dass das gewohnte Umfeld zerbricht. Je kleiner die Kinder sind umso größer ist außerdem ihr Gefühl, dass sie selbst der eigentliche Auslöser der Auseinandersetzung sein könnten. All das führt zu Unsicherheit und Angst.

Wir sind deshalb der Meinung, dass es wichtig ist mit kleinen Kindern auch über diese schwierigen Zeiten zu reden. Erkläre deinen Kindern, dass nicht sie der Auslöser der Konflikte sind. Erkläre ihnen auch, dass streiten (in einer respektvollen Art und Weise) zum Leben und zu Beziehungen gehört.

Wenn die Kinder erwachsen sind, so kann man ihnen schon mehr zumuten. Der/die eine oder andere Nachwuchs hat vielleicht schon eigene Beziehungserfahrungen und kennt Beziehungskonflikte aus eigener Erfahrung. Mit ihnen kann man schon besprechen, dass Beziehungen ein gemeinsamer ständiger Entwicklungsweg sind. Ihnen kann man auch erklären, dass man möglicherweise nicht bis an Ende seiner Tage ein Paar sein wird. Ihnen kann man aber und vor allem auch Vorbild sein im Ringen um die Beziehung.

Erwachsenen Kindern kann man also sagen, dass man in einer Krise ist und das man sich (mit oder ohne Unterstützung) gemeinsam darum kümmert.

Jedenfalls gilt: Streitet möglichst nicht direkt vor anderen, erzählt den Kindern keine Details, übt keine Schuldzuweisungen – ihr bringt damit eure Kinder (egal welches Alters) in einen großen Loyalitätskonflikt.

Alles liebe, Angela & Dieter