Wie wir arbeiten

Drei Wege der Begleitung

Für das, was als Paar möglich ist.

Unser Ansatz

Der emotionsfokussierte logotherapeutische Paardialog

Wir arbeiten mit dem emotionsfokussierten logotherapeutischen Paardialog – einem Modell, das wir auf Basis der Logotherapie Viktor E. Frankls entwickelt haben. Frankl geht davon aus, dass jeder Mensch einen unantastbaren personalen Kern besitzt – eine innerste Instanz, die unabhängig von Verletzungen, Mustern und Konflikten intakt bleibt. Von dort aus ist Veränderung immer möglich.

Die Grundidee unserer Arbeit: Wer Zugang zu seinen Wurzelgefühlen findet – den Gefühlen unter den Reaktionen, unter dem Vorwurf, unter der Stille – kann aus sich heraus sprechen. In Ich-Botschaften statt Du-Vorwürfen. Konflikte verlieren ihre existenzielle Schwere. Emotionale Nähe wird wieder möglich.

In der Beratung gehen wir vorbehaltlos positiv neugierig aufeinander zu – wir wollen wirklich hören, wie es dem anderen geht. Wir senden keine Appelle und hören keine heraus. Und wir erinnern daran, dass jeder sein eigener Seelengärtner ist: Meine Gefühle gehören mir – auch wenn sie durch das, was außen passiert, angestoßen oder verstärkt werden. Als Gärtner meiner eigenen Seele kann ich selbst für sie sorgen. Das entlastet: Ich bin nicht ausgeliefert, und ich mache den anderen nicht für mein Befinden verantwortlich.

Unsere Rolle im Dialog ist die von Hebammen oder Archäologen – nicht im Sinne von Ausgrabung, sondern als grundsätzliche Haltung: behutsam, nicht-deutend, das Gegenüber in seiner Vollständigkeit annehmend. Wir holen nichts hervor, was nicht schon da wäre. Und wir passen auf, nichts kaputtzumachen.

Unsere Leitgedanken

Grundlage unserer Beratung ist die Logotherapie & Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl. Die Änderung der bisherigen Verhaltensweise ist unabhängig vom Verhalten anderer – andernfalls ist sie nicht mehr frei(willig). Es geht um die Verantwortung des Einzelnen und die Frage, ob und wie dieser die Aufgabe in der Beziehung wahrnehmen kann.

Das Potential – das sinnhaft Mögliche – steht dabei immer im Mittelpunkt.

„Nicht das Problem macht die Schwierigkeit, sondern unsere Sichtweise."