Wie es sicherlich nichts wird. 👥
Schönen Mittwoch,
wie war deine Woche bisher? Haben Freude, Zuversicht und Mut überwogen? Wenn nicht, gönne dir doch in den nächsten Tagen eine Stunde nur für dich. Nutze die Zeit für etwas, von dem Du weißt, dass es dir Kraft und Energie gibt.
Wir haben für die nächsten Wochen etwas Neues geplant! Wir wollen mit dir teilen, was sich aus den hunderten Stunden, die wir in den letzten Jahren mit Paaren verbracht haben, herausgeschält hat:
7 Dinge, die unserer Ansicht nach jedenfalls zum Ende einer Beziehung führen. (Vielleicht nicht jedes für sich, aber ziemlich sicher in Kombinationen)
Lass uns doch direkt beginnen:
1) Mein Partner ist schwierig und unveränderbar oder Ich in wie ich bin
Man kann Menschen als sehr stabiles, im wesentlichen unveränderliches Wesen sehen, das geprägt von seiner Vergangenheit unausweichlich Verhaltensweisen im Hier und Jetzt haben muss und so “wie von selbst” und unausweichlich in seine Zukunft schlittert, aber das Leben wird dann schwieriger. Denn wie soll sich denn jemand nachhaltig so verändern, dass er oder sie mit sich selbst - geschweige denn mit jemand anderen, der ja genauso funktioniert - glücklich werden könnte!? Das kann ja nur in einzelnen zufälligen und sehr glücklichen Konstellationen funktionieren, sagen einzelne. “Jeder Topf hat seinen Deckel”, sagt der Volksmund.
Aus unserer Sicht “funktioniert” Mensch Gottseidank anders. Wir denken, dass es neben der körperlichen Ebene und dem psychischen Apparat (wo unsere Ängste, Hoffnungen… beheimatet sind) noch eine dritte Komponente gibt, die zum Menschsein notwendig ist. Diese Idee stammt nicht von uns, sondern ist die wesentliche Basis der Logotherapie von Viktor E. Fankl. Er nennt diese dritte Komponente “geistige Person”.
Frankl schreibt der geistigen Person einige unglaublich beeindruckende Eigenschaften zu:
**Die geistige Person ist immer gesund.**Verletzungen und Erkrankungen geschehen auf der körperlichen oder psychische Ebene, die geistige Person ist aber immer gesund. Auch in den Fällen in denen wir sagen jemand sei nicht ansprechbar, ist die geistige Person nicht nur ansprechbar, sondern sie wirkt und es gibt ein “Wofür”, dass dazu führt, dass der Mensch am Leben bleibt.
Die Trotz-Macht des Geistes. Trotz all der Erlebnisse aus unserer Kindheit und all der Kränkungen, die wir in einer Beziehung jemandem zugefügt haben oder selbst ertragen mussten, können wir uns durch die geistige Person anders dazu ausrichten und damit trotz allem gut weiterleben.
Geist ist dynamisch. Wir wollen uns verändern, wir haben immer eine Spannung zwischen dem „sein“ (wer, wie und wofür wir gerade jetzt sind) und dem „sollen“ (einem Sog, den unsere Werte ausüben) in uns und aus dieser Spannung entstehen unsere Veränderungen.
Geist ist Individuum & Insummabile. Das heißt unteilbar und und nicht verschmelzbar. Jede “geistige Person” - und damit jeder Mensch - ist ganz und genügt. Du bist vollständig und gut.
Viktor Frankl war ein begnadeter Wortspieler und so hat er die “geistige Person” nicht zufällig so bezeichnet. Er hat Anleihe im Lateinischen genommen und dort bedeutet “per-sonare” durchtönen oder durchklingen. Und genau so stellt sich die Logotherapie auch das Wirken der geistigen Person vor: Nämlich durchtönend durch die Barrieren, die unser Körper und unsere Psyche bereit halten. Durchtönend mit all der gesunden, dynamischen, lebensbejahenden Energie.
Ist das alles beweisbar? Nein. Aber wir haben in der Beratung und im eigenen Leben die Erfahrung gemacht, dass es eine hilfreiche Grundhaltung zum Umgang mit sich selbst und anderen ist.
Jens Corssen, ein deutscher Psychotherapeut, fasst das alles in einem kurzen Satz zusammen: “Jeder ist ein strahlender Stern - manchmal mit ungünschtigem Verhalten”. 😀 Auf diesen strahlenden Stern in uns und in jedem anderen (ja, auch in unserem Partner 😉) dürfen wir vertrauen.
Alles liebe, Angela & Dieter