Gefühlsduselei 🙄
Schönen Mittwoch,
wir setzen heute dort fort, wo wir letzte Wochen aufgehört haben. In der Sammlung der
7 Dinge, die unserer Ansicht nach jedenfalls zum Ende einer Beziehung führen. (Vielleicht nicht jedes für sich, aber ziemlich sicher in Kombinationen)
Letzte Woche war folgende Aussage Thema:
1) Mein Partner ist schwierig und unveränderbar oder ***Ich bin wie ich bin ***Wenn Du diese Mail versäumt hast, dann klicke hier und wir senden sie Dir gerne. :-)
Wir kommen zum zweiten Punkt:
2) Meine Gefühle halte ich besser raus.
Wenn ich meiner Partnerin oder meinem Partner erst gar nicht zeige oder sage wie es mir (wirklich) geht, dann sind wir beide besser dran. Oder noch besser bin ich dran, wenn ich selbst mir meine Gefühle nicht zeige. Alles lässt sich rationalisieren und nur wer nicht ausreichend Denkkapazität hat, weicht auf Gefühle aus.
Wer so an Beziehungen zu Menschen herangeht (das muss nicht einmal der eigene Partner sein) erhöht seine Chancen auf ein Scheitern der Beziehung deutlich. Funktionieren wird es möglicherweise im geschäftlichen Zusammenhang, privat und persönlich eher nicht.
Was können wir also tun?
Mach dich auf die Suche nach deinen Gefühlen.
Du kannst beginnen dich selbst zu beobachten. Was spürst du im Moment? Wie geht es dir gerade jetzt? Wo im Körper kannst du dieses Gefühl wahrnehmen? Ist es groß oder klein? Glatt oder rau? Kalt oder warm? Kannst du es vergrößern, verkleinern oder verschieben? Spüre neugierig in dich hinein und nimm eine “Interessant”-Haltung ein. Wenn etwas interessant ist, dann ist es uns nicht ganz bekannt, etwas reizvoll, aber noch ohne klare Zuschreibung von “richtig” oder “falsch”. Und so kann man seinen Gefühlen gut begegnen.
Natürlich kannst Du das nicht nur jetzt machen, sondern immer wieder: Wenn es dir so richtig gut geht. Nach einem Streit mit einem Freund, einem Kind, deinem Partner. Und in vielen anderen Momenten, die dir im Laufe der Tage begegnen.
Lerne deine Gefühle zu benennen.
Versuche - im ersten Schritt nur für dich - deine Gefühle zu beschreiben und zu benennen. Benutze die Worte, die du kennst, aber erfinde auch neue oder gib ihnen individuelle Bezeichnungen. Das Gefühl, dass du zum ersten Mal beim Wäschewaschen hattest, heißt dann eben “Wäschewaschgefühl” und du hast einen neuen Punkt gefunden von dem aus du weiter auf Entdeckungsreise gehen kannst.
Übernimm Verantwortung
Lerne, dass du nicht nur für dein Tun verantwortlich bist, sondern sich die Eigenverantwortung auch auf dein Empfinden und deine Gefühle erstreckt. Ja, manchmal reicht ein Satz oder Blick des anderen und man ist ausgeliefert, aber wenn wir erkennen, wie groß unser eigener Einfluss auf unsere Gefühle ist, dann erreichen wir ein anderes Selbst- und Freiheitsbewusstsein, weil nicht mehr länger der Stimmung oder dem Verhalten eines anderen ausgeliefert sind.
Nimm dir jetzt 5 Minuten Zeit (wenn Du eine Erklärung dafür brauchst, sag einfach du hast die Mail ein paar Mal lesen müssen, weil sie so schwierig zu verstehen war. 😇): Höre und fühle in dich hinein. Was ist genau jetzt da?
Alles liebe, Angela & Dieter