Die Angst vor der eigenen Courage. 🛡⚔️
Schönen Mittwoch,
willkommen zu Mail 4 von 7 Dinge, die unserer Ansicht nach jedenfalls zum Ende einer Beziehung führen. (Vielleicht nicht jedes für sich, aber ziemlich sicher in Kombinationen)
Bisher hatten wir folgende 3 Themen:
1) Mein Partner ist schwierig und unveränderbar oder ***Ich bin wie ich bin.***Wenn Du diese Mail versäumt hast, dann klicke hier und wir senden sie Dir gerne. :-)
2) Meine Gefühle halte ich besser raus. Mit einem Klick hier, senden wir Dir diese Mail.
3) Über seine Gefühle spricht man auch nicht. (eine sehr männliche Sache) Um diese Mail nochmal zu holen, klick hier.
Hier kommt Teil 4:
4) Besser vorsichtig als verletzt.
Wir starten unsere Paarprozesse mit 3er Gesprächen: Wir beide und jeweils der eine Teil des Paares unterhalten uns eine Stunde. Nicht zu selten, kommen wir an den Punkt, wo wir über die geheimsten Wünsche oder die größten Ängste sprechen. Und oft bekommen wir mit, dass von diesen Dingen der andere nichts weiß und auch nichts wissen soll. “Das würde mich angreifbar machen”, wird uns oft gesagt.
Was für Paare in der Krise verständlich ist, kann unserer Ansicht nach auch Ursache für die Krise sein. David Schnarch (amerikanischer Paar- und Sexualtherapeut) sagt dazu: “Oft macht das unausgesprochene Unaussprechliche die Schwierigkeiten in Partnerschaften.”
Gedanklich knüpfen wir hier bei den “Emotionalen ICH-Botschaften” der letzen Woche und bei Brene Browns Konzept der Verletzlichkeit an. Wir beobachten, dass Partnerschaften dann wieder in Fluss kommen, wenn es möglich ist, dem anderen die eigenen Verletzlichkeiten zu zeigen. Wenn es gelingt sich zu zeigen, wenn man keine Kontrolle über die Reaktion des anderen hat. Verletzlichkeit ist nicht Schwäche, sondern emotionales Risiko, Ausgeliefert sein, Unsicherheit. Es geht also um den Umgang mit der Unvorhersehbarkeit der Reaktion auf die eigene Unsicherheit.
Diesen Verletzlichkeiten setzen wir uns gerade am Anfang einer Beziehung sehr oft und sehr bereitwillig aus. Wir sagen das erste Mal “Ich liebe Dich” - ohne zu wissen, wie die Reaktion sein wird. Wir erzählen bereitwillig über unsere Träume und Ängste - ohne zu wissen, wie der andere reagiert. Wir teilen Lebensansichten und Glaubensaspekte - und haben keine Ahnung, ob uns der andere dann noch weiter kennenlernen will.
Durch dieses “sich verletzlich zeigen” bauen wir Schritt für Schritt Vertrauen zueinander auf. Wir können uns offenbaren und authentisch sein. Und es entsteht etwas, dass wir “verletzlichkeitsbasiertes Vertrauen” nennen.* Es geht in Partnerschaften nicht darum, wer der Stärkere, Bessere oder Beliebtere ist. Es geht darum einander emotional nahe sein zu können und diese Nähe kann durch verletzlichkeitsbasiertes Vertrauen hergestellt werden.
Wir haben nun 4 von 7 zerstörerischen Aspekte für eine Beziehung beschrieben. Hilft dir, was wir schreiben? Willst du widersprechen? Hast du Fragen? Antworte direkt auf diese Mail oder schicke uns eine Nachricht an aud@ehrenreich.info. Wenn Dir eine Mail entgangen ist, kannst Du sie oben mit einem Klick nachbestellen.
Alles liebe, Angela & Dieter