Nur nicht streiten! 🤍
Schönen Mittwoch,
willkommen zu Mail 5 von 7 Dinge, die unserer Ansicht nach jedenfalls zum Ende einer Beziehung führen. (Vielleicht nicht jedes für sich, aber ziemlich sicher in Kombinationen)
In den letzten 4 Wochen hatten wir 4 Themen:
1) Mein Partner ist schwierig und unveränderbar oder ***Ich bin wie ich bin.***Wenn Du diese Mail versäumt hast, dann klicke hier und wir senden sie Dir gerne. :-)
2) Meine Gefühle halte ich besser raus. Mit einem Klick hier, senden wir Dir diese Mail.
3) Über seine Gefühle spricht man auch nicht. (eine sehr männliche Sache) Um diese Mail nochmal zu holen, klick hier.
4) Besser vorsichtig als verletzt. Wenn Du diese Mail versäumt hast, klicke hier.
Heute geht´s um Konflikte, ums Streiten!
5) Nur nicht streiten!
“Wir wollen uns weniger streiten”, heißt es oft am Anfang einer Beratung. Wir finden, das ist ein sehr verständlicher Ansatz. Streit bedeutet: unterschiedliche Werte, Auseinandersetzen mit diesen Unterschiedlichkeiten und - sehr oft - Gewinnen oder Verlieren.
Wenn wir über Streiten reden, dann ist das ein Ausdruck für das Austragen von Konflikten. In jeder Beziehung - in der Arbeit, mit den Kindern und natürlich auch mit dem Partner - kommt es unweigerlich zu Konflikten. Dabei gibt es verschiedene Herangehensweisen: Man kann Konflikten ausweichen und “einfach alles schlucken”. Man kann versuchen (um jeden Preis) zu gewinnen. Beides führt zu einer Macht- oder Ohnmachtssituation und mit etwas Abstand betrachtet sind Ungleichgewichte in Beziehungen immer Beiträge zu Distanzierung und Entfremdung. Oft merkt das der “Unterlegene” vor dem “Gewinner”, aber beide sind betroffen.
Wenn es uns gelingt Konflikte als Ausdruck unterschiedlicher Werte zu betrachten, wenn wir annehmen, dass Werte Ausdruck dessen sind, was jedem von uns wichtig ist, dann können wir Konflikte als Ausdruck dieser Unterschiedlichkeit sehen. Es geht also in Konflikten in erster Linie einmal darum zu verstehen, wie der andere die Welt sieht und zu bemerken, wie nahe bei oder wie weit weg diese Sichtweise von meiner eigenen ist.
Es geht nicht um Sieg oder Niederlage, sondern es geht darum mehr vom anderen kennen zu lernen unter dem Motto: “Erkläre mir deine Welt!” - vielleicht kann ich ja was Neues lernen 😉. Und ja, dann kommt es immer noch zu Unterschiedlichkeiten und man ist nicht immer gleicher Meinung. Aber es rückt das Entdecken in den Mittelpunkt anstatt des Rechthabens.
Ein weiterer Aspekt des Streitens ist es würdevoll anzugehen. Der andere ist vielleicht anderer Meinung, aber er ist in seinem Kern genauso gesund und heil, wie ich (siehe Mail 1) und wenn es emotional wird, dann liegt ein wesentlicher Teil dessen auch in mir (Mail 2). Wenn wir beides vor Augen haben, dann gibt es keinen Grund mehr auf den anderen loszugehen. Ich kann seine/ihre Sicht der Situation annehmen, ich muss mich nicht anschliessen oder übereinstimmen, ich brauche aber auch nicht alles abwerten (und wenn es nur innerlich ist) was ich höre.
Wenn wir hören, dass sich Paare weniger streiten wollen, dann wollen wir sie nicht zu weniger Streit bringen, sondern zu würdevollen Konflikten.
Wie gut bist du im Streiten? Bist du ein Konfliktvermeider oder ein Streithansel? Im letzten Konflikt: Was hast du gelernt? Was hast du nachher besser verstanden? Wobei solltest du noch nachfragen?
Viel Spass beim Entdecken deiner Herangehensweise! 😀
Wir haben nun 5 von 7 zerstörerischen Aspekten für eine Beziehung beschrieben. Hilft dir, was wir schreiben? Willst du widersprechen? Hast du Fragen? Antworte direkt auf diese Mail oder schicke uns eine Nachricht an aud@ehrenreich.info. Wenn Dir eine Mail entgangen ist, kannst Du sie oben mit einem Klick nachbestellen.
Alles liebe, Angela & Dieter