Die 7 Beziehungskiller. ☠️
Schönen Mittwoch,
heute gibt es noch einmal einen Rückblick und eine Kurzfassung zu den: 7 Dinge, die unserer Ansicht nach jedenfalls zum Ende einer Beziehung führen. (Und was man dagegen tun kann. 😊)
1) Mein Partner ist schwierig und unveränderbar oder Ich bin wie ich bin.
Neben dem Körper und der Psyche gibt es noch eine dritte Komponente, die zum Menschsein notwendig ist. Viktor E. Frankl nennt diese dritte Komponente “geistige Person”. Die geistige Person ist immer gesund und ist Antreiber für immerwährende Veränderung und Entwicklung. Jens Corssen sagt: “Jeder ist ein strahlender Stern - manchmal mit ungünschtigem Verhalten”. Auf diesen strahlenden Stern und darauf, dass sich ungünstiges Verhalten ändern kann, dürfen wir vertrauen.
2) Meine Gefühle halte ich besser raus.
Menschsein heißt auch Gefühle zu haben und mit diesen Gefühlen - den angenehmen und den unangenehmen - zu leben. Mache dich auf die Suche nach deinen Gefühlen. Nimm dir dafür Ruhe und Zeit. Lerne dann deine Gefühle zu benennen. Finde Worte, die beschreiben, wo du fühlst, wie sich das Gefühl körperlich äußert und wann es kommt und geht. Übernimm dann Verantwortung für deine Gefühle. Sie sind nicht deine Schuld, aber nur du bist in der Lage mit ihnen umzugehen. Deine geistige Person ist immer gesund.
3) Über seine Gefühle spricht man auch nicht. (eine sehr männliche Sache)
Wut, Ärger, Zorn oder emotionaler Rückzug sind deine Armee. Deine Armee hat in erster Linie Schutzaufgaben. Wenn du dich in irgendeiner Art bedroht fühlst, dann rückt deine Armee aus: Sie kämpft dafür, dass du selbst deinen eigenen unangenehmen Gefühlen nicht ausgesetzt wirst. Hinter, unter oder neben deiner Armee gibt es etwas, das schützenswert ist. Wenn die Armee wieder abgezogen ist, dann kann man sich auf die Suche nach diesen Seiten machen. Diese Seiten nennen wir “Verletzlichkeiten”. Hier kommt ins Spiel, was wir “emotionale Ich-Botschaft” nennen. Mut macht hier den Unterschied - Erzählen macht den Unterschied. Erzähle deinem Partner, was du an und in dir entdeckt hast. Strikt aus deiner Sicht. Ohne den anderen verantwortlich zu machen.
4) Besser vorsichtig als verletzt.
Hier kommt wieder die Verletzlichkeit ins Spiel: Durch dieses “sich verletzlich zeigen” bauen wir Schritt für Schritt Vertrauen zueinander auf. Wir können uns offenbaren und authentisch sein. Und es entsteht etwas, das wir “verletzlichkeitsbasiertes Vertrauen” nennen. Es geht in Partnerschaften nicht darum, wer der Stärkere, Bessere oder Beliebtere ist. Es geht darum einander emotional nahe sein zu können und diese Nähe kann durch verletzlichkeitsbasiertes Vertrauen hergestellt werden.
5) Nur nicht streiten!
Es geht um würdevolle Konflikte. In Konflikten soll es nicht um Sieg oder Niederlage gehen, sondern es geht darum mehr vom anderen kennen zu lernen unter dem Motto: “Erkläre mir deine Welt!”. Es rückt also das Entdecken in den Mittelpunkt anstatt des Rechthabens. Ich kann seine/ihre Sicht der Situation annehmen, auch ohne mich voll anzuschließen oder übereinzustimmen, ich brauche aber auch nicht abwerten, was ich höre - das ist würdevoller Umgang.
6) Gönne dem anderen NICHTS!
Dauerhaft glückliche Beziehungen haben nicht durch vollkommene Symbiose Bestand. Es gibt Zeiten, in denen ist man einander näher, aber jeder von uns ist für sich Mensch. Die meisten von uns haben sich (auch) in die Lebensfreude, Kraft und Eigenständigkeit des anderen verliebt. Menschen kommen sich unserer Erfahrung nach gerade dann besonders nahe, wenn sie einander aus diesem Verständnis der Selbständigkeit und Unabhängigkeit begegnen können.
7) Nur nichts gemeinsam tun.
Es gibt 3 Ebenen, auf denen Beziehungen Verbindungen schaffen: Die faktische Ebene verbindet Paare durch gemeinsame Aufgaben und Tätigkeiten. Kindererziehung, Haushalt, Wirtschaftliches, aber auch Urlaube, Theaterbesuche oder gemeinsame Freunde zählen wir dazu. Die emotionale Ebene schafft Verbindung, in dem Gefühle Platz haben dürfen: Die jedes einzelnen (die “angenehmen” genauso wie die “unangenehmen”) und die Gefühle füreinander. Und die Potentialebene, in der wir das Bild der (gemeinsamen) Zukunft, der Sehnsüchte, Träume, Wünsche und Visionen zusammenfassen. Es braucht alle drei Ebene****n, damit stabile, dauerhafte, liebevolle Beziehungen gelingen können!
Wir hoffen die Beschreibung der 7 Beziehungskiller hilft dir und deinem Partner oder deiner Partnerin. Wir wünschen euch, dass ihr die Punkte so in den Alltag integrieren könnt, dass eure Beziehung lebendig und liebevoll wird oder bleibt.
Alles liebe, Angela & Dieter