Ausfallserscheinungen 🛌
Schönen Mittwoch,
aus aktuellem Anlass heute ein Thema, das uns derzeit und vielleicht auch euch als Familie beschäftigt:
Wie gehen wir als Paar damit um, wenn einer ausfällt?
Wir wissen ja nicht, wie es euch damit geht, aber wir erleben es als Familie so, dass, wenn einer (der Eltern) krank wird, die Last für den anderen nur umso größer wird. Da hängt dann plötzlich die gesamte Familienorga, das emotionale Auffangen der Kids, der Haushalt und (wie in unserem Fall) auch die Firma an einer Person.
Früher waren das für uns als Paar Phasen, in denen wir uns in die Haare gekriegt haben: Der eine war grantig, weil ihm alles viel zu viel war, der andere war abweisend, weil er 1. krank war und 2. auch noch ein schlechtes Gewissen hatte, dass dem so ist. Streit und emotionale Distanz waren also vorprogrammiert.
Aber – im Laufe unserer gemeinsamen Jahre und vor allem seit wir mit Paaren arbeiten – haben wir gelernt, dass es auch anders geht:
Wir müssen einander nicht vorwerfen, dass es uns so geht, wie es uns geht.
Wenn es uns gelingt, einander zu erzählen, wie es uns grad geht, wenn der Stress des einen und das Kranksein des anderen einfach da sein dürfen, ohne dass wir das Gefühl haben, die Verantwortung für die Gefühle des anderen übernehmen zu müssen, dann bleibt die emotionale Verbindung aufrecht.
Dann kann und darf es sein, dass sich der eine einfach mal ins Krankenbett des anderen dazulegt und jammert und der andere braucht einfach nur zuhören. Das ändert nichts an der objektiven Belastung der aktuellen Situation, aber auf diese Art und Weise wird zumindest keine Belastung für die Beziehung daraus.
Alles liebe, Angela & Dieter