Erwartungen 😐
Schönen Mittwoch,
in den vergangenen Wochen ist uns wieder verstärkt ein sehr vertrautes Phänomen in der Begleitung von Paaren begegnet: enttäuschte Erwartungen, die mit einem Gefühl des „sich nicht gesehen Fühlens“ einhergehen.
Meist beginnt der Teufelkreis sanft und unbewusst: ausgesprochene (oder viel öfter unausgesprochene) Erwartungen an das Gegenüber werden (durch unterschiedliche Vorstellungen von dem, was gerade wichtig ist) nicht erfüllt und es macht sich ein Gefühl des „ich bin nicht wichtig, meine Bedürfnisse werden nicht gesehen“ breit.
Wenn der Same für dieses Gefühl einmal gelegt ist, braucht es oft nicht viel und diese Gestimmtheit wird immer leichter ins Klingen gebracht. Sätze wie „das müsste er/sie doch längst wissen“ oder „wieso sieht er/sie das nicht?!“ sind dann Teil des inneres Dialoges und führen zu einem „Grundgrant“ (wie ein Klient von uns das einmal so treffend formuliert hat), der das Beziehungsleben vergiftet.
Je konkretere und fixere Vorstellungen wir vom Leben haben, je mehr die Dinge nach unserem Plan verlaufen müssen, desto eher laufen wir Gefahr in die Falle der enttäuschten Erwartungen zu tappen.
Was hilft?
- Sich bewusst zu machen, wie sehr die eigenen Wertigkeiten (und Erwartungen) unsere Sicht auf das Leben beeinflussen und
- sich klar darüber zu sein, wie leicht es passiert, dass sich unser Gegenüber außerhalb unserer eigenen Normvorstellungen bewegt.
Was es braucht?
Einen offenen Austausch darüber, was jedem von euch wichtig ist und die innere Bereitschaft sich offen und ehrlich mit den jeweiligen Wertigkeiten auseinanderzusetzen.
Alles liebe, Angela & Dieter