Berge und mehr 🏔
Schönen Mittwoch,
in der Begleitung eines Paares diese Woche ist uns – allen vieren – eine spannende Erkenntnis gedämmert: Dass es nämlich in der Paarbeziehung nicht um die „gefühlte Wahrheit“ sondern um die „wahre Gefühltheit“ geht.
Als anschauliches Beispiel warf der Klient dann ein: „Aber die Höhe des Berges ist doch eine objektive Wahrheit!“ Woraufhin wir alle vier gemeinsam weiter sinniert haben und auf Folgendes draufgekommen sind:
Ja, die Höhe des Berges ist objektiv feststellbar und wahr. Das was aber in der Paarbeziehung zählt und auf Beziehungsebene relevant ist, ist das, was wir gefühlt wahrnehmen.
Um am Beispiel des Berges zu bleiben: Für den Erschöpften ist die Höhe des Berges unüberwindbar, während sie für den Leistungssportler gerade ausreichende Anforderung ist, um an die eigene Leistungsgrenze zu kommen.
In vielen Paarkonstellationen versuchen wir einander von der eigenen Wahrheit zu überzeugen und enden damit, dass wir uns unverstanden fühlen. Wenn es uns aber gelingt, in einen Austausch über die „wahre Gefühltheit“ zu kommen, ist die Gefahr viel geringer, dass wir einander missverstehen und uns nicht gesehen fühlen.
Wie ist das gefühlt in deiner Paarbeziehung?
Geht es mehr um die objektive Wahrheit oder das, was jeder von euch zum Objektiven hin fühlt?
Alles liebe, Angela & Dieter