Vertrauen(sbasis) 🏔
Schönen Mittwoch,
wir sind in unserer Arbeit immer wieder mit den verschiedensten Aspekten von Vertrauen konfrontiert. Besonders herausfordernd ist dieses Thema für Paare, wo es einen Vertrauensbruch auf einer (oder sogar beiden) Seiten in Form von Außenbeziehung gegeben hat.
Aber nicht nur diese massive, erschütternde Form des Vertrauensverlustes macht Paaren Schwierigkeiten. Es sind auch die kleinen Vertrauensverluste im Alltag, die Schwierigkeiten bereiten: „Kann ich mich auf ihn/sie verlassen?“ „Jetzt müsste er/sie doch schon längst wissen, wie wichtig mir das ist und immer noch klappt das nicht (so wie ich mir das vorstelle)“.
Schon beim Lesen wird dir auffallen, dass der Zusatz in der Klammer, der oft unausgesprochen bleibt, ein wichtiger Aspekt im Thema Vertrauen ist.
Wir (alle) haben klare Vorstellungen davon, was Beziehung ausmacht und was „normal“ in Beziehungen ist und gehen in unseren Erwartungshaltungen (oft unausgesprochen) genau davon aus.
Wenn nun der Partner sich anders verhält, als wir das erwarten und wovon wir als „normal“ ausgehen, führt das zu einem klitzekleinen Vertrauensverlust und Gefühl von „ich bin nicht so wichtig“ und vielleicht einem emotionalen Rückzug, der wiederum, wenn er nicht aus- und besprochen werden kann, beim Gegenüber zu Verunsicherung und vielleicht seinerseits zu Rückzug führt.
Und schon entsteht ein Teufelskreis.
Wie kann man sich aus diesem Teufelskreis entkommen?
In dem wir lernen anzuerkennen, dass „normal“ für jeden etwas anderes ist. In dem wir eine gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung des „normal“ etablieren. Und in dem wir innerhalb unserer Beziehung einen „common ground“ des Normal und damit eine Vertrauensbasis finden.
Davon ausgehend lassen sich – kleinere – Vertrauensbrüche leichter ausgleichen.
Alles liebe, Angela & Dieter