Vertrauensrisse 🌋
Schönen Mittwoch,
jetzt haben wir uns ja in der MittwochsMail über mehrere Monate mit dem Thema Emotionen beschäftigt und damit – wie es scheint – bei vielen LeserInnen einen Nerv getroffen.
Trotzdem wird es Zeit sich wieder einem anderen Thema zuzuwenden und da greifen wir eines auf, das in der Begleitung – verständlicherweise – oft präsent ist:
Vertrauen
Wir haben letztens mit einem sehr jungen Paar, das erst wenig gemeinsame Beziehungszeit hinter sich hat, festgestellt, dass Vertrauen ganz viel damit zu tun hat, ob es uns innerhalb der Paarbeziehung ausreichend gelingt, unsere Werthaltungen auszutauschen.
Je mehr wir um die Werte und das, was dem anderen wichtig ist, wissen und je mehr wir versuchen darauf auch Rücksicht zu nehmen, umso leichter kann Vertrauen entstehen.
In Anfangsphasen von Beziehungen entstehen manchmal – unbewusst und (zumindest von einem) unbemerkt – Risse im Vertrauensfundament. Diese Risse entstehen dann, wenn wir sehr unterschiedliche Erwartungen an ein und dieselbe Situation haben und einer von uns entgegen den Erwartungen des anderen handelt.
Wenn es uns nicht gelingt uns darüber auszutauschen, entsteht ein erster kleiner Riss, der, wenn er sich wiederholt und dann auch noch das Gefühl dazukommt: „Jetzt weiß sie/er eh schon, wie wichtig mir das ist“, sich auswachsen kann zu einem grundlegenden Vertrauensthema in der Beziehung.
Eine ganz andere, größere Dimension bekommt das Thema natürlich, wenn es zu einem massiven Vertrauensbruch in Form von einer Aussenbeziehung kommt. Diese Paare sind dann in ganz besonderer Weise gefordert, miteinander daran zu arbeiten, wie denn gegenseitiges Vertrauen aussehen kann, bei dem sich beide wohl und sicher fühlen.
Kennst du (zeitweise) Risse in eurem Vertrauensfundament?
Alles liebe, Angela & Dieter