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So nah, so fern 👥

Angela & Dieter Ehrenreich

Schönen Mittwoch,

vorletzte Woche haben wir das Thema Vertrauen aufgeworfen und die Frage, wie es denn um die Vertrauensbasis in deiner Beziehung bestellt ist.

Wenn es um das Thema Vertrauen geht, landen wir in der Praxis sehr oft beim Modell von Riemann-Thomann, das das Verhältnis zwischen den Bedürfnissen nach Nähe und Distanz und nach Beständigkeit und Veränderung in jedem von uns anschaulich macht.

Wenn wir mit Paaren über Vertrauen reden, stellt sich sehr schnell heraus, dass derjenigen mit dem größeren Nähe und Beständigkeitsbedürfnis auch derjenige ist, dessen Vertrauen leichter erschüttert ist.

Als Beispiel: Wenn ich jemand bin, dem es wichtig ist, dass mein Partner viel Zeit mit mir verbringt und das auch möglichst gut planen möchte, so fordert es mich heraus, wenn mein Partner gerne viel Zeit mit anderen Menschen verbringt und das auch möglichst spontan.

Wenn es uns – vor allem in Beginnphasen von Beziehungen – nicht gut gelingt diese Bedürfnisse so auszutauschen, dass ein gemeinsames Verständnis entsteht, kann für denjenigen, der das stärkere Bedürfnis nach Verbindlichkeit hat, schnell der Eindruck entstehen, dass ich mich auf den anderen nicht verlassen kann, sprich der erste Riss im Vertrauen entstanden ist.

In der Begleitung von Paaren unterstützen wir dabei, herauszufinden, wo denn die Bedürfnisse der einzelnen liegen und wie es wieder stärker zu einem gemeinsamen Verständnis kommen kann, in das beide vertrauen können.

Wenn du dir das Modell von Riemann und Thomann vor Augen führst, wo würdest du selbst dich verorten und wo deine/n Partner/in?

Alles liebe, Angela & Dieter