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Wer will ich sein?

Angela & Dieter Ehrenreich

Schönen Mittwoch,

in der Beratung hat eine Klientin heute eine Frage gestellt, die wir euch nicht vorenthalten wollen, weil sie, wie wir finden, großes Potential zur Auseinandersetzung mit sich bringt:

„Wer bist du denn und wer willst du sein?“

Die Frage ist in einem Moment großer emotionaler Aufruhr gefallen, in dem es unmöglich schien, die jeweils weit auseinanderliegenden Wertigkeiten in Einklang zu bringen. Und in einem solchen Moment ist sie auch unmöglich zu beantworten.

Und sie ist, wenn wir sie in dieser Größe und Allgemeinheit stehen lassen, wohl auch tatsächlich schwer zu beantworten. Sie macht im ersten Moment sprachlos.

Und als nächstes löst sie eine innere Rückfrage aus: „Ja, wer bin ich denn eigentlich?“ und erst, wenn wir uns dieser Frage nähern, dann kann aus dem sich die zweite Frage ableiten: „Will ich so sein?“

In der Paarbeziehung stellen sich diese Fragen vor allem dann, wenn es zu einer offensichtlichen Wertediskrepanz zwischen den beiden Partnern kommt. Wenn also der eine in einer Art und Weise agiert, wie es für den anderen nicht (mehr) stimmigist. Um dauerhaft gut in Beziehung zu sein, müssen wir einen „common ground“, einen kleinsten gemeinsamen Nenner finden, was uns in zentralen Lebensbereichen wichtig ist. Und wir müssen eine Wertfühligkeit entwickeln. Damit meinen wir, dass wir in der Lage sein sollten ein Gespür dafür zu haben, was uns selbst wichtig ist und dafür, was meinem Gegenüber wichtig ist. Und im Idealfall haben wir Respekt dafür: sowohl für die eigenen Werte als auch für die des anderen.

Und falls du jetzt die Stirn runzelst und dir denkst: puh. Werte – was für ein großes Wort! Dann haben wir eine ganz einfach Krücke für dich: Deine Werte ermittelst du, indem du dich ganz einfach fragst: Was ist mir denn wichtig?

Vielleicht hast du Lust über deine ganz persönlichen Antworten darauf nachzudenken?

Alles liebe, Angela & Dieter