Sein lassen 🧘
Schönen Mittwoch,
kürzlich haben wir in einem Buch einen Satz gelesen (also Angela hat ihn gelesen und musste ihn Dieter sofort laut vorlesen), der sehr poetisch beschreibt, worum es ganz oft in unserer Begleitung geht:
„Aber die Liebe bleibt vergeblich oder wird unglücklich, wenn sie um den anderen nicht wirbt, wie er ist, sondern wie er werden soll.“
Und irgendwie finden wir, dass er auch sehr gut zu den letzten beiden Newslettern mit der Frage nach dem „Wer bist du?“ passt.
Denn wir erleben es sehr oft, dass die PartnerInnen eigentlich darum ringen, den anderen dahin zu formen, dass sie ihn lieben können anstatt einander (und sich selbst) zu fragen: Können wir einander lieben, so wie wir sind?
Immer wieder kommen Paare in die Beratung bei denen es (oft für einen, immer wieder auch für beide) darum geht, dass wir doch bitte dem anderen erklären mögen, dass dies oder jenes so nicht geht und dass das, wie er sich verhält, doch alles andere als „normal“ ist.
Oft brauchen wir mehrere Stunden, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es kein allgemeingültiges Normal gibt, sondern dass es vielmehr darum geht, Verständnis, Respekt und Empathie für das Erleben des jeweils anderen zu entwickeln.
Und dass es in der Liebe eben darum geht, sich selbst zu fragen: „Kann ich den anderen so lieben wie er ist und nicht, wie ich ihn haben will?“
Liebst du dein Gegenüber so wie sie/er ist?
Alles liebe, Angela & Dieter