Die inneren und äusseren Konflikte 🥊
Schönen Mittwoch,
wir erleben in der Begleitung von Paaren immer wieder „Phasen“. Also Zeiten, in denen wir feststellen, dass bestimmte Themen vermehrt „auftreten“. Oft bemerken wir auch, dass es Themen sind, die auch uns als Paar oder in der Familie gerade in irgendeiner Art und Weise beschäftigen. Ein Phänomen im Übrigen, das viele Therapeuten- und Beraterkollegen beschreiben und kennen.
Manchmal beschäftigen wir uns besonders viel mit Wertkonflikten.
Das Thema Wertkonflikt tritt in zwei Erscheinungsformen auf und beide sind beziehungsrelevant:
Menschen können mit interpersonellen und/oder intrapersonellen Wertkonflikten kämpfen.
- Interpersonell ist der Konflikt normaler Alltag jeder Beziehung: A will das eine, B will das andere.
- Intrapersonell ist ein Wertkonflikt dann, wenn ein innerlicher Konflikt auftritt, weil ich das eine will, aber gleichzeitig auch das andere.
Beide Arten von Konflikten gehen in der Regel mit Spannungen einher und um mit diesen so umgehen zu können, dass sie uns nicht innerlich oder als Paar „zerreißen“, ist es unumgänglich sich damit auseinanderzusetzen.
In der Praxis arbeiten wir mit den Paaren daran eine „Wertfühligkeit“ zu entwickeln.
„Wertfühligkeit“ beschreibt für uns das Gespür dafür, was mir wichtig ist: also um die eigenen Werte zu wissen und im Weiteren auch um die des anderen.
Je mehr wir wissen, was uns selbst und dem anderen in gegebenen Situationen wichtig ist, desto leichter fällt es uns, Respekt für die jeweiligen Werte zu entwickeln und basierend auf diesen (gemeinsam) Entscheidungen zu treffen, die für beide wertvoll sind und Bestand haben.
Oft haben Paare, die zu uns kommen, wenig Gespür dafür, was die eigenen Werte sind und viel öfter keine Vorstellung von dem, was dem anderen wichtig ist und keinen Respekt für die Werte des anderen. Im Gegenteil, es herrscht ein regelrechter Kampf darum, wer denn nun die Dinge “richtiger” sieht und welche Haltung die wertvollere ist. Es liegt auf der Hand, dass das Beziehungen zu Schwierigkeiten führt.
Gibt es in deinem Leben so etwas wie „Wertfühligkeit“ und wenn ja, gelingt es dir, sie mit deinen Nächsten zu teilen?
Alles liebe, Angela & Dieter