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Schwer 🏋️ oder leicht 🪶?

Angela & Dieter Ehrenreich

Schönen Mittwoch,

Mittlerweile bekommen wir auf unsere MittwochsMails so viele Rückmeldungen, dass es leider nicht mehr möglich ist, auf jede einzelne zu antworten. So auch bei der letzten MittwochsMail zum Thema „Selbstfürsorge“. Danke an all jene, die uns ihre Gedanken dazu aufgeschrieben haben, wir finden jeden einzelnen wertvoll und freuen uns darüber!

Auch heute möchten wir wieder etwas aus unserer Praxis mit euch teilen. Nämlich wieder einmal einen Satz, der letztens in einem unserer Gespräche gefallen ist:

„Es ist manchmal echt schwer, es sich nicht leicht zu machen!“

Diesen wunderbar philosophischen Satz hat eine Klientin formuliert, als sie dabei war zu beschreiben, wie sich ihre Wahrnehmung von Konfliktsituationen durch unseren gemeinsamen Prozess verändert hat.

Der erste Impuls im Streit ist ja oft, dass wir das Gefühl haben:

„Wenn der andere sich anders verhalten würde, würde es mir viel besser gehen/müsste ich mich nicht so fühlen, wie ich mich fühle.“

Oft ist es eben viel leichter, den anderen für die eigenen Gefühle verantwortlich zu machen, als zu erkennen, dass für das, was sich emotional zeigt, immer ich selbst verantwortlich bin und nicht mein Gegenüber.

Genau das hat sie mit ihrer Aussage beschrieben: Die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen ist oft schwerer als es sich leicht zu machen und dem anderen die Schuld an den eigenen Gefühlen zu geben.

In unseren Paarprozessen geht es ganz viel eben genau darum: zu erkennen, dass das eigentliche Veränderungspotential in den eigenen Gefühlen und der Reaktion auf das Verhalten des Gegenübers liegt und nicht – Überraschung 😉 – in der Veränderung des Gegenübers. Denn es ist nun mal eine bekannte Tatsache, dass sich der eigene Partner nicht verändern lässt.

Geht es dir auch manchmal so, dass es schwer ist, es sich nicht leicht zu machen?

Alles liebe, Angela & Dieter