Co-Couching 🛋️
Schönen Mittwoch,
im Moment haben wir ganz oft Babys in unserer Praxis zu Besuch. Denn die ganz Kleinen, die, die oft noch gestillt werden, kann man gut ins Gespräch mitnehmen, denn sie bewegen sich noch nicht so viel, sie schlafen oft und sie reden noch nicht mit.
Der Grund, warum die ganz kleinen Zwerge oft Besucher bei uns sind, ist ein ganz einfacher: Das Elternwerden (vor allem zum zweiten Mal) ist für viele Paare eine sehr herausfordernde Phase in ihrer Beziehung. Die Nächte sind kurz und unterbrochen, die persönlichen Freiheitsgrade gehen für beide gegen null und Paarzeit gibt es sowieso gar keine mehr.
Nicht selten geraten Paare in dieser Situation in eine Negativspirale, in der das Äußern der eigenen Befindlichkeit durch den anderen sofort als Vorwurf gehört wird, der wiederum dazu führt, dass das Gegenüber seinerseits anfängt sich zu verteidigen. Rasch entsteht eine Dynamik des gegenseitigen emotionalen Aufrüstens und ein Match um die Frage „Wer ist denn nun ärmer von uns?“
Wenn wir uns als Paar in dieser Matchsituation wiederfinden, ist es oft richtig schwierig da wieder rauszufinden, weil es für jeden emotional gerade so eng ist, dass wenig innerer Spielraum vorhanden ist.
Das, was wir dann anbieten, ist ein Raum, wo die Enge gefühlt werden darf, wo wir miteinander lernen, wieder mehr zuzuhören und wieder mehr gegenseitiges Verständnis füreinander entwickeln können.
Und im Idealfall am Ende die Erkenntnis steht: Es ist für die Beziehung sehr viel förderlicher gemeinsam erschöpft auf der Couch zu sitzen als einander einen Vorwurf zu machen, dass frau/man schon wieder auf der Couch sitzt!
Spielt die Couch in deiner Beziehung auch eine Rolle?
Alles liebe, Angela & Dieter