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Säbelzahntiger 🐅 - follow up

Angela & Dieter Ehrenreich

Schönen Mittwoch,

unsere letzte Mittwochsmail (zum Umgang mit dem Säbelzahntiger 😉) hat viel Zustimmung gefunden aber auch eine Frage aufgeworfen:

Was meinen wir mit „Denn, wenn wir die Hoheit über unsere Trigger nicht zu uns selbst holen, bleiben wir im Du und das drückt uns in der Partnerschaft auf Dauer auseinander“?

Wenn eine Verletzlichkeit (oder Wurzelgefühl, wie wir es nennen) in uns gerührt wird, dann reagieren wir mit unseren archaischen Abwehrmechanismen Kämpfen, Flüchten oder Totstellen.

Wir gehen dann (im besseren Fall nur) verbal auf den anderen los (Kämpfen) oder erstarren und resignieren (Totstellen) oder gehen innerlich oder tatsächlich auf Rückzug (Flüchten).

Allen drei Verhaltensweisen ist gemeinsam, dass sie mit starken Gefühlen einhergehen, die sich am Verhalten des anderen festmachen: „Wenn du dich anders verhalten hättest, dann würde es mir nicht so gehen…“.

In dem Moment, wo wir getriggert sind, ist unsere Wahrnehmung ausschließlich beim anderen - im Du, wie wir es nennen. Es ist ein Schutzmechanismus unserer Psyche, dass sie so intensiv gerührte Gefühle ins Außen attribuiert (also dem Gegenüber zuschreibt), da das Fühlen der darunterliegenden eigenen Verletzlichkeit meist viel schwerer auszuhalten ist.

Das, was es braucht in der Partnerschaft, ist ein selbstreflexiver Umgang mit unseren Konflikten. Das meinen wir mit „die Hoheit über unsere Trigger zu uns selbst holen“.

Es sollte uns gelingen aus dem Vorwurf herauszukommen und, jedenfalls dann wenn die Emotionen wieder abgekühlt sind, anzuerkennen, dass das Gegenüber diese Gefühle nicht absichtlich ausgelöst hat und dass es vor allem auch mein emotionaler Nährboden ist, auf den der Trigger gefallen ist.

Nachdem wir nun eine Frage beantwortet haben, haben wir eine Frage an dich:

Worüber würdest du in einer den nächsten Mittwochsmails gerne mehr lesen?

Alles liebe, Angela & Dieter