Wahrheit, Wirklichkeit, Rechthaben 👨⚖️
Schönen Mittwoch,
ist dir der Satz „Jeder hat in seiner emotionalen Wahrnehmung recht.“ schon einmal untergekommen?
In unseren Gesprächen dreht sich ganz viel darum, wieder mehr Verständnis und Empathie füreinander zu schaffen.
Um das zu veranschaulichen, erzählen wir oft die Geschichte von zwei Menschen, die miteinander einen Gipfel erklimmen:
Die Eine ist ganz beseelt und euphorisiert von der Aussicht, der Weite, dem Wind. Der Andere klammert sich ans Gipfelkreuz, zitternd vor Angst, unfähig einen Blick nach unten zu riskieren.
In so einer Situation würde keiner auf die Idee kommen, dem jeweils anderen zu sagen: „Freu dich weniger!“ oder „Fürcht dich nicht so!“
Genau das ist es aber, was wir sehr oft in Paarbeziehungen erleben:
Dass, weil es emotional so eng geworden ist für jeden, die beiden einander vorwerfen, völlig falsch zu fühlen und überhaupt mit der eigenen Haltung, Wahrnehmung, Empfindung vollkommen am Holzweg zu sein. Was wiederum zu Gegendruck führt, denn schließlich möchte sich niemand vorschreiben lassen, wie er sich zu fühlen hat.
Wir bemühen uns dann in unseren Gesprächen in erster Linie um mehr Raum zwischen zwei Menschen:
Dass die eigenen Gefühle gefühlt, benannt, erkannt werden können. Im gleichen Ausmaß, wie ich selbst verstehe, was es für mich gerade so eng macht, gelingt es auch wieder leichter, dem anderen seine Gefühle zuzugestehen und so in den Dialog zu kommen, dass es nicht zu einem verbalen „wer hat denn recht?“ – oder „wer ist hier ärmer?“ – Kampf ausartet.
Kennst du diese Kämpfe auch?
Wie gelingt euch der Ausstieg daraus?
Alles liebe, Angela & Dieter