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Let´s talk about... 🌶️🌶️

Angela & Dieter Ehrenreich

Schönen Mittwoch,

danke für die Antworten zu unserer letzten Mittwochsmail.

Der Satz „Erfüllungsanspruch trifft auf Bringschuld.“ hat viele Fragen und Anmerkungen aufgeworfen und bedarf noch weiterer Erläuterungen.

Was meinen wir damit? Wir erleben es in unseren Begleitungen durchaus oft, dass sich zwei Haltungen gegenüberstehen:

  • Der eine Partner hat das Gefühl, Sex gehört dazu und das Gegenüber, das vielleicht weniger Lust auf Sex hat, möge „doch bitte in die Gänge kommen“. (Erfüllunganspruch)
  • Dem gegenüber steht oft eine Person, die einfach weniger Lust hat oder in ihrem Lustempfinden und Sexbedürfnis mehr beeinflusst wird von äußeren Umständen (Stress in der Arbeit, Kinder im Haus,…) und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen hat, dass sie nicht „liefert“. (Bringschuld)

Beide Haltungen, wenn wir sie nicht gemeinsam anerkennen und einen Umgang damit finden, belasten unser Liebesleben.

Wie lässt sich das Dilemma lösen? In dem wir die Haltung verändern! Sexualität ist individuell und es besteht keine „Erfolgsgarantie“ innerhalb der Beziehung. Es gibt keinen Anspruch an den Partner auf Erfüllung der eigenen sexuellen Bedürfnisse.

Es ist vielmehr eine Frage der gemeinsamen Übereinkunft, Wie leben wir unsere Sexualität, sodass sie für uns beide erfüllend ist. Dazu gehört in aller erster Linie Kommunikation & ein Austausch darüber, was jeder von uns als lustvoll und erfüllend empfindet.

Dazu gehört auch, dass Selbstbefriedigung ein natürlicher Teil unserer (gemeinsamen) Sexualität werden kann (aber nicht muss). Schließlich ist es im Laufe eines langen Beziehungslebens unrealistisch, dass wir immer zur gleichen Zeit gleich viel Lust auf Sex haben.

Wie ist das für euch?

Wir sind gespannt auf eure Antworten!

Alles liebe, Angela & Dieter