← Alle Beiträge MittwochsMail

Meins oder Deins 🥳🥴

Angela & Dieter Ehrenreich

Schönen Mittwoch,

​mit unserer letzten Einladung im Newsletter hat uns folgende Frage erreicht:​

„Hallo Ihr Lieben, mich würde das Thema (Selbst-)Reflexion bzw. Zufriedenheit mit dem was man hat interessieren. Vor allem auch, wie man dieses Level „synchronisieren“ kann mit dem Partner oder auch mit anderen Familienmitgliedern und Kindern. (bzw. muss man es synchronisieren?) ZB man erlebt fast den gleichen Tagesablauf, und eine Person sagt abends „so ein sch… Tag“ und die andere „was für ein toller Tag“.​

Hier unsere Gedanken dazu:

Nein, es muss nicht synchronisiert werden! Ganz im Gegenteil: es kann als Chance wahrgenommen werden, die Erlebniswelt des jeweils anderen besser kennenzulernen:

  • Wie hast du den heutigen Tag erlebt?
  • Wieso war er für dich „sch…“?
  • Was hat dich geärgert oder genervt?

Oder umgekehrt:

  • Was war für dich so schön am heutigen Tag?
  • Wie hast du den Tag heute erlebt?

Beides ist auch gleichzeitig eine Chance zur Selbstreflexion:

Wieso hab ich mich heute so über die Schlange am Schilift geärgert, während mein Gegenüber ausschließlich Freude an den tollen Pistenbedingungen hatte?

Was es in diesen Fragen für beide Seiten zu lernen gibt, ist zum Einen, dass wir beide die vollkommen gleiche Situation völlig unterschiedlich erleben.

Zum Anderen wird sichtbar, dass es nicht hilft, den anderen von der eigenen Wahrnehmung zu überzeugen. Wenn wir das nämlich versuchen, laufen wir Gefahr, dass der andere sich nicht gesehen und gehört fühlt oder das Gefühl hat, dass ihm die eigenen Gefühle abgesprochen werden.

Ob es gelingt in gegebenen Situationen eher die „das Glas ist halbleer“ oder die „das Glas ist halbvoll“-Perspektive einzunehmen, hat sehr viel mit der eigenen Erfahrungswelt und dem eigenen emotionalen Erleben zu tun und es lohnt sich darüber in einen Austausch zu gehen - mit sich selbst genauso wie miteinander!

Alles liebe, Angela & Dieter