Etwas Persönliches (nicht von uns...) 🤫
Schönen Mittwoch,
letzte Woche haben wir von einer treuen Mittwochsmail-Leserin so eine berührende Antwort auf unsere Turbulenzen-Mail bekommen, dass wir euch die nicht vorenthalten möchten:
Mir ist zum Thema „Turbulenzen“ noch was eingefallen.
Meist vollzieht sich das bei mir in einem innerlichen Monolog, der bei aufkommenden Unebenheiten so beginnt:
„O Gott, immer muss was sein, ich dachte ich hatte das Thema schon, jetzt kommt es wieder bei der Hintertür rein, wieso schon wieder ich!“
Früher hätte ich mich aufgrund elterlicher Prägungen in dieser Opferrolle gewälzt, wäre in Depression versunken und hätte auf Mitleid gehofft.
Ich habe aber gelernt, dass ich zwar durchaus die Situation bedauerlich, ärgerlich finden darf, aber nicht darin verharren muss.
Ich kann handeln und handlungsfähig bleiben, ist einer der wichtigsten Aspekte in schwierigen Situationen.
Es gibt zwar natürlich Situationen, an denen ich nichts an der Situation an sich ändern kann und frei nach der Achtsamkeit diesen Moment so annehmen „muss“. Ich kann jedoch den Blickwinkel auf die Situation verändern und verschaffe mir somit innere Freiheit oder „schalte mir eine Taschenlampe ein“.
Ich schalte also im inneren Monolog meine Taschenlampe ein und sage mir ein Mantra vor:
„Diese Situation ist jetzt unangenehm, sie schmerzt, sie nervt…aber was fragt mich das Leben, welche „alte Haut“ muss ich abstreifen, damit ich diese Unebenheit meistern kann“
Oder ich nehme „einfach“ das Wort „Krise“ bei seiner ursprünglichen Bedeutung und nehme an der „entscheidenden Wendung“ teil.
Und dann bleibt mir nichts anderes als mit dieser Haltung alle Gefühle und Gedanken anzunehmen und darauf zu vertrauen, dass hinter den Gewitterwolken ein Regenbogen wartet. (Die Metapher mit dem Regenbogen, entspringt wahrscheinlich meiner derzeitig ständigen Konfrontation mit Einhörnern und Regenbögen – bei unserer Jüngsten hoch im Kurs)
Letztendlich denke ich, dass es auch das „Geheimnis“ einer langen Partnerschaft ist, darauf zu vertrauen, dass „das Leben trägt“ und immer wieder gut wird.
Ein Zitat von Pater David Steindl-Rast, den ich sehr schätze möchte ich noch anführen:
„Oft ist die Botschaft (einer Krise) die eines Baumes im Winter. Alles was ein Baum tun kann, ist warten – schweige, warte, vertraue – und früher oder später wird der Frühling kommen“
DANKE!
Alles liebe, Angela & Dieter